Gemeinsam Ruhrpot(t)enziale entdecken!

Global Young Faculty vernetzt junge Nachwuchskräfte aus Wissenschaft und Wirtschaft

Essen, 16.10.2017. Zum fünften Mal kommen herausragende Nachwuchswissenschaftler aus der Metropole Ruhr in der Global Young Faculty (GYF) zusammen, um in interdisziplinären Teams gesellschaftsrelevante Fragen zu beantworten. In dieser Kohorte werden sie sich erstmalig gemeinsam mit jungen Nachwuchskräften aus der Wirtschaft Themen widmen, die auch für die Zukunft dieser Region relevant sind. So untersucht eine Arbeitsgruppe, wie im Ruhrgebiet smarte Konzepte in den Bereichen Energie, Nachhaltigkeit und Mobilität umgesetzt werden können. Eine andere Arbeitsgruppe möchte Potenziale im Ruhrgebiet identifizieren und herausfinden, wie diese aktiviert und gestärkt werden können. Drei weitere Arbeitsgruppen beschäftigen sich mit Fake News, der Rolle von öffentlichen Räumen im Zusammenhang mit Menschenwürde und dem Blick auf unterschiedliche menschliche Lebenswelten. Die Teilnehmer arbeiten in ihren interdisziplinären Gruppen für rund eineinhalb Jahre zusammen.

„Vernetzung über Institutionen und Fachgrenzen hinweg ist ein Bestandteil moderner Wissenschaft. Mit der Aufnahme von jungen Nachwuchskräften aus der Wirtschaft in die Global Young Faculty gehen wir neue Wege, um vorhandene Kompetenzen auf eine breitere gemeinsame Basis zu stellen und so den Wissenstransfer zu fördern“, sagte Prof. Dr. Winfried Schulze, Direktor von MERCUR, in dessen Händen die gesamte Organisation der GYF liegt.
Die fünfte Kohorte der GYF ist nun mit einer Auftaktveranstaltung gestartet. Von den 54 Teilnehmern kommen 17 Nachwuchswissenschaftler von der Ruhr-Universität Bochum, 15 von der Universität Duisburg-Essen und zehn von der Technischen Universität Dortmund. Zwölf Mitglieder stammen von außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie aus lokalen Wirtschaftsunternehmen. Sie alle verbindet der Wunsch über den eigenen Tellerrand zu blicken, um mit neuen Gedankenansätzen zu neuen Lösungen zu kommen.

„Als ein im Ruhrgebiet verwurzeltes Wohnungsunternehmen, möchte Vonovia den interdisziplinären Diskurs zu gesellschaftsrelevanten Themen im Revier aktiv unterstützen. Die Global Young Faculty bietet uns Unternehmensvertretern die außergewöhnliche Möglichkeit dazu, die Forschung mit praxisnahen Impulsen zu ergänzen“, erklärte Jonathan Przybylski, Referent für Nachhaltigkeit bei dem Bochumer Unternehmen Vonovia SE, seine Motivation, in der GYF mitzuarbeiten.

„Der Initiativkreis Ruhr will mit dem engen Schulterschluss zur Wissenschaft dazu beitragen, das große Potenzial des Ruhrgebiets zu heben. Dazu zählt auch, die fünfte Runde der GYF um junge Nachwuchskräfte aus dem Kreis seiner Mitgliedsunternehmen zu erweitern. Ziel der jungen Leute ist es, den Bezug zur Praxis bei der Entwicklung neuer wissenschaftlicher Impulse zu verstärken, gemeinsam an Themen zu arbeiten und Ideen für die Region zu entwickeln“, sagte Bernd Tönjes, Vorstandsvorsitzender der RAG Aktiengesellschaft und Moderator des Initiativkreises Ruhr.

„Die Global Young Faculty hat damit einen Ort geschaffen, der einen Kulturwandel im Ruhrgebiet einläutet. Junge Wissenschaftler und Nachwuchskräfte aus der Wirtschaft können jetzt an gemeinsamen Interessen anknüpfen. Ein solches Biotop ist besonders im Ruhrgebiet möglich, das schon eine lange Tradition als Schmelztiegel der Vielfalt hat“, sagte Dr. Oliver Döhrmann, Projektmanager der Stiftung Mercator, die das Netzwerk der GYF bereits seit 2009 unterstützt.

Auch Prof. Dr. Axel Schölmerich, Rektor der Ruhr-Universität Bochum, sieht die Zusammenführung der Wissenschafts- mit der Wirtschaftswelt durch die gemeinsame finanzielle Unterstützung der Stiftung Mercator und des Initiativkreises Ruhr als regionale Besonderheit: „Die Einbettung der Wirtschaftsvertreter in die Global Young Faculty soll den Wissenschafts- und Wirtschaftsraum für junge Menschen attraktiver und international sichtbarer machen“.

Die Mitglieder schätzen die Teilnahme an der GYF  sehr. „Es war eine spannende Zeit und inspirierend, einen Blick auf die Gedankenansätze anderer Wissenschaftler zu bekommen und davon in seiner eigenen Arbeit profitieren zu können“, beschreibt Jun.-Prof. Dr.-Ing. Sulamith Frerich von der Ruhr-Universität Bochum ihre Erfahrungen der vergangenen knapp zwei Jahren in der GYF.

Global Young Faculty
In der Global Young Faculty (GYF) treffen sich herausragende Nachwuchswissenschaftler/innen der Metropole Ruhr, um in interdisziplinären Arbeitsgruppen Themen von gemeinsamem Interesse zu bearbeiten. Das Netzwerk ist eine Initiative der Stiftung Mercator in Zusammenarbeit mit der Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr) und wird vom Mercator Research Center Ruhr (MERCUR) in Essen koordiniert.
In der GYF V vernetzen sich die Nachwuchswissenschaftler/innen erstmals auch mit jungen Vertreter/innen aus der Wirtschaft. Diese Kooperation wird vom Initiativkreis Ruhr unterstützt.

www.global-young-faculty.de

Bei Fragen sprechen Sie uns gerne an:

Isabell Hilpert
Kommunikationsmanagerin
Mercator Research Center Ruhr
Tel.: +49 (0) 201 616 965 11
E-Mail: isabell.hilpert@mercur-research.de