Wahrheit oder Bericht? Die Messung von Gesundheit im Rahmen vergleichender Analysen

Die Definition und Messung von Gesundheit ist der analytische Dreh- und Angelpunkt von quantitativ-empirischen Studien aus vielen wissenschaftlichen Disziplinen. Aus pragmatischen Gründen ist es häufig jedoch im Rahmen von standardisierten Befragungen nicht möglich, Gesundheit umfassend mithilfe objektiver Verfahren wie z.B. Leistungstests oder Biomarkern zu erheben, weshalb oft auf subjektive allgemeine Einschätzungen der Befragten zurückgegriffen wird. Dieses Vorgehen kann jedoch problematisch sein, da zum Beispiel aufgrund unterschiedlicher Erwartungen oder Maßstäbe der Befragten der gleiche Zustand unterschiedlich bewertet wird. Mithilfe der Anschubfinanzierung werden Sekundäranalysen durchgeführt, um diesem methodologischen Problem auf den Grund zu gehen: Es wird untersucht, welche gesundheitsbezogenen und nicht-gesundheitsbezogenen Faktoren sich auf die Bewertung der eigenen Gesundheit auswirken und ob sich diese Zusammenhänge je nach Alter und Geschlecht unterscheiden. Auf Basis dieser Vorarbeiten soll unter anderem
ein DFG-Antrag in Zusammenarbeit mit Kolleginnen an der Universität Duisburg-Essen gestellt werden, um mögliche Lösungen sowohl statistischer als auch erhebungsmethodischer Art für solche forschungsmethodischen Herausforderungen zu entwickeln.

Antragsteller

Technische Universität Dortmun: Prof. Dr. Martina Brandt
Förderlinie: Anschubförderung
Fördermittel: 48.455,74 Euro