Mehrsprachige Schilder stiften Identität im Ruhrgebiet

Sprache begegnet uns überall im Alltag. Egal wo, wohin und auf welche Weise wir uns im öffentlichen Raum bewegen, stets umgeben uns schriftlich fixierte Zeichen, an denen wir uns orientieren, die uns informieren oder bestimmte Handlungen vorgeben. Mit der Mehrsprachigkeit solcher Beschriftungen beschäftigten sich Sprach- und Gesellschaftswissenschaftler der Universitäten Bochum und Duisburg-Essen. Seit 2014 erfassten und bewerteten die Forscher im von MERCUR geförderten Projekt “ Metropolenzeichen: Visuelle Mehrsprachigkeit in der Metropole Ruhr “ mehr als 25.000 Straßen-, Geschäfts-, Hinweis- oder Namensschilder sowie Plakate, Aufkleber und Graffitis in verschiedenen Stadtteilen in Duisburg, Essen, Bochum und Dortmund. Von dem fünfsprachigen Haltestellen-Schild auf Zollverein über auf Deutsch und Polnisch für ihre Produkte werbende Händler bis zu einer Papiertonne, die sich in Deutsch, Türkisch und Russisch als solche ausweist – die sprachliche Vielfalt im Ruhrgebiet zeigt sich ganz deutlich im Straßenbild. Je größer die Diversität der Bevölkerung, desto größer ist auch die Diversität der sichtbaren Sprachen. Dabei gaben die im Rahmen der Studie zusätzlich interviewten Anwohner an, dass ihnen die öffentliche Sichtbarkeit ihrer Herkunftssprache auch ein Gefühl von Heimat gibt.

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