Der Einfluss von Ras und Rheb auf die Hyperoxie induzierte Hirnschädigung Frühgeborener – Effekte auf neuronale Apoptose, Vernetzung und Myelinisierung im sich entwickelnden Gehirn

Frühgeborene haben ein erhöhtes Risiko neurologische Folgeschäden zu entwickeln, da das unreife Gehirn während der Hirnwachstumsphase besonders empfindlich gegenüber diversen Noxen wie z.B. Sauerstoff ist. In einem experimentellen Modell zeigten die Antragsteller, dass eine Hyperoxie (80% O2) zum Zelluntergang von Neuronen und unreifen Oligodendrozyten (uOLN) führt, der durch eine Überexpression eines Signalproteins der neuronalen Wachstumsfaktorkaskade (Ras) deutlich reduziert wird. Im hier beantragten UA Ruhr Kooperationsprojekt sollen die funktionellen Auswirkungen einer Hyperoxie auf neuronalen Zelltod und Myelinisierung unter Beeinflussung von Signalproteinen der Ras-GTPase-Familie (Ras und Rheb) untersucht werden. Geplant ist die Charakterisierung des Einflusses dieser RasGTPasen auf Hyperoxie-induzierte apoptotische Mechanismen und axonales Wachstum unter Berücksichtigung von Neuron-Glia-Interaktionen. Zur Beantwortung dieser komplexen Fragestellungen werden genetisch-veränderte Mäuse verwendet und die daraus resultierenden Ergebnisse in definierten Zellkulturen auf zellulärer und molekularer Ebene erklärt. Diese Experimente sollen dazu dienen, die zugrundeliegenden Mechanismen der perinatalen Hirnschädigung besser zu verstehen und mögliche neuroprotektive Ansätze zu definieren.

Antragsteller

Universitätsklinikum Essen, Klinik für Kinderheilkunde I: Prof. Dr. med. Ursula Felderhoff-Müser, Dr. Ivo Bendix;
Ruhr-Universität Bochum: Prof. Dr. Rolf Heumann, Prof. Dr. Irmgard D. Dietzel-Meyer (Molekulare Neurobiochemie)

Förderlinie: Projektförderung
Fördersumme: 299.280 Euro
Laufzeit: 01.03.2012 – 28.02.2015

Ansprechpartner

Prof. Dr. med. Ursula Felderhoff-Müser
Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin
Direktorin Klinik für Kinderheilkunde I
Hufelandstraße 55
45122 Essen

Telefon: 0201-7232450
ursula.felderhoff (at) uk-essen(dot)de