Der nordöstliche Stadtbezirk von Milet. Untersuchungen zur ökonomischen Infrastruktur der antiken Handelsmetropole

Die von Griechen an der Westküste Kleinasiens – der heutigen Türkei – gegründete Hafenstadt Milet gehörte zu den wichtigsten Metropolen der Antike. Während die Ausdehnung des nie überbauten Stadtgebietes bekannt ist, konnte jedoch von der architektonischen Ausgestaltung Milets bislang in räumlicher und zeitlicher Hinsicht nur ein Ausschnitt freigelegt und rekonstruiert werden, so daß die städtische Gesamtstruktur in ihrer Entwicklung noch in vieler Hinsicht ungeklärt ist. Auf Grundlage der erst in den letzten Jahren durchgeführten geophysikalischen Prospektionen des Stadtareals, die nun zielgerichtete und effiziente Ausgrabungen ermöglichen, ist geplant, einen noch völlig unbekannten Stadtteil Milets archäologisch zu erschließen. Dabei ist bereits im Vorfeld abzusehen, daß dieser für die noch weitgehend unerforschte ökonomische Infrastruktur Milets ganz neuen Aufschluß geben wird, ließ die Geophysik doch hier einen großen, bislang unbekannten Hafen und in dessen Umfeld mächtige Baustrukturen in Erscheinung treten. Im Rahmen der Anschubförderung sollen im Bereich des Hafens erste Feldforschungen durchgeführt werden. Hierbei gilt es, Aufschluß über dessen Nutzungszeit, seine Anbindung an das Stadtareal hinter der Stadt- bzw. Hafenmauer und Anhaltspunkte für die Datierung und Funktion einiger angrenzender Gebäude zu gewinnen.

Antragsteller

Ruhr-Universität Bochum: Prof. Dr. Helga Bumke (Archäologie), Prof. Dr. Achim Lichtenberger (Archäologie)

Förderlinie: Anschubförderung
Fördersumme: 35.230 Euro
Laufzeit: 01.06.2011 – 31.01.2012

Ansprechpartner

Prof. Dr. Helga Bumke
Ruhr-Universität Bochum
Institut für Archäologische Wissenschaften
Am Bergbaumuseum 31
44791 Bochum

Telefon: 0234-3223893
Helga.Bumke (at) rub(dot)de