Einfluss einer intrauterinen Wachstumsretardierung auf die neuronale Entwicklung der Nachkommen in einem Mausmodell für die Schwangerschaftserkrankung Präeklampsie

In den vergangenen Jahren ergaben sich zunehmend Hinweise darauf, dass eine intrauterine Wachstumsretardierung (IUGR) des Fetus durch eine gestörte Entwicklung und Funktion der Plazenta eine der Hauptursachen für chronische Erkrankungen wie Bluthochdruck sowie einer verschlechterten neuro-kognitiven Entwicklung im späteren Leben darstellt. Eine IUGR korreliert häufig mit dem Schwangerschaftssyndrom Präeklampsie. Dabei ist zumeist als einzig-wirksame Intervention lediglich ein Schwangerschaftsabbruch möglich, der die mit einer Frühgeburt einhergehenden Komplikationen und intrauterinen Auswirkungen möglicherweise potenziert. Neben perinatalen Auswirkungen beeinflusst eine intrauterine Mangelernährung und eine verstärkte Hypoxie die Gehirnentwicklung in einem frühen Stadium, die mit lebenslangen persönlichen und sozioökonomischen Folgen assoziiert ist. Veränderungen in der plazentaren Physiologie und einer neuronalen Dysfunktion im späteren Leben sind bisher, vor allem durch Ermangelung valider experimenteller Modelle, nur unzureichend untersucht. Daher soll eine transgene induzierbare sFlt-1 (soluble vascular endothelial growth factor receptor-1) Maus für Präeklampsie mit intrauteriner Wachstumsretardierung etabliert werden und die Entwicklung und Funktion der Plazenta sowie die neuro-kognitive Entwicklung der Nachkommen untersucht werden.

Antragsteller

Universität Duisburg-Essen: PD Dr. Alexandra Gellhaus, Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Förderlinie: Anschubförderung
Fördermittel: 50.000,00 Euro
Laufzeit: 01.07.2015-30.06.2016

Ansprechpartner

PD Dr. Alexandra Gellhaus
Universität Duisburg-Essen
Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Universitätsklinikum Essen
Hufelandstr. 55
45122 Essen

Telefon: 0201 723 – 1638 / 85573
alexandra.gellhaus@uk-essen.de