Haben oder Nutzen? Die Auswirkungen zugangsbasierter Dienstleistungen auf den Eigentumserwerb

Zugangsbasierte Dienstleistungen (z.B. Carsharing), die einen zeitlich begrenzten Zugang zu Produkten ohne Eigentumsübergang bieten, haben in den letzten Jahren ein deutliches Wachstum erfahren. Überwiegend werden derartige Dienstleistungen als Alternative zum Eigentum aufgefasst. So wird unterstellt, dass etwa das Carsharing zu einem Rückgang der Privat-PKWs führt. Zwar liefern existierende Studien Anhaltspunkte für eine Reduktionswirkung, diese basieren jedoch auf Querschnittsanalysen von Befragungsdaten. Die Markteintritte großer Automobilhersteller mit eigenen Carsharing-Angeboten führen allerdings zu der Vermutung, dass eine zugangsbasierte Produktnutzung langfristig den Eigentumserwerb stimulieren kann. Das Forschungsvorhaben soll daher untersuchen, ob die Verfügbarkeit zugangsbasierter Dienstleistungen den Eigentumserwerb vergleichbarer Güter im Zeitverlauf reduziert oder stimuliert. Anders als bisherige Studien soll diese Frage auf Basis der Analyse von Längsschnitt-Sekundärdaten zum tatsächlichen Kaufverhalten beantwortet werden. Die Erkenntnisse sind relevant für die Forschung, da sie existierende Annahmen mit umfassenderen Methoden überprüfen, und liefern einen Mehrwert für aktuelle Praxisherausforderungen (z.B. Verkehrsplanung).

Antragsteller

Technische Universität Dortmund: Jun.-Prof. Dr. Tobias Schäfers
Juniorprofessur Technologie- & Industriegütermarketing

Förderlinie: Anschubförderung
Fördermittel: 15.970,00 Euro
Laufzeit: 13.11.2017 – 12.05.2018

Ansprechpartner

Jun.-Prof. Dr. Tobias Schäfers
Juniorprofessur Technologie- & Industriegütermarketing
Fakultät Wirtschaftswissenschaften
Technische Universität Dortmund
Otto-Hahn-Str. 6
D-44227 Dortmund

Tel.: 0231 755 4523

E-Mail: tobias (dot) schaefers (at) tu-dortmund (dot) de