Hilft ein Nickerchen beim Reisen in die Zukunft? Der Einfluss von Mittagsschlaf auf zukunftsorientiertes Handeln bei 3-4-jährigen Kindern.

Kinder im Vorschulalter haben oftmals Probleme, vorausschauend zu Handeln und Pläne zum richtigen Zeitpunkt in die Tat umzusetzen. Diese Fähigkeiten werden aber spätestens mit dem Schuleintritt von den Kindern verlangt. Bei Erwachsenen ist Schlaf ein Faktor, der zukunftsorientiertes Denken und Handeln fördert. Die beantragte Studie soll erstmals untersuchen, ob ein Mittagsschlaf sich bei Vorschulkindern positiv auf das vorausschauende Denken und Handeln auswirkt. In einem quasi-experimentellen Design mit N = 120 Kindern wird erfasst, ob Kinder, die nach einem präsentierten Problem einen Mittagsschlaf einlegen, danach eher einen Gegenstand auswählen, der für die Lösung des Problems nötig ist, als Kinder die in der Zeit wach bleiben (unter Kontrolle von Tageszeiteffekten). Zusätzlich wird erfasst, ob Kinder nach einem Mittagsschlaf eher ein zuvor gefasstes Vorhaben selbstständig zum richtigen Zeitpunkt in die Tat umsetzen, als Kinder die wach bleiben. Die geplanten Vorarbeiten sind von entscheidender Bedeutung für (1) die Verfeinerung der Methodik, (2) der Anwendung der Paradigmen mit einer Verzögerung und (3) die Erzeugung von Pilotdaten, um einen ersten Eindruck zu erhalten, ob oder unter welchen Bedingungen Schlaf einen Einfluss auf zukunftsorientiertes Han-deln bei 3-4-Jährigen hat. Das geplante Projekt im Rahmen der Anschubförderung würde deshalb die Erfolgsaussichten eines weiterführenden DFG-Antrags erhöhen und ist von entscheidender Bedeutung.

Antragsteller

Ruhr-Universität Bochum: Carolin Konrad, Babett Voigt
Fakultät für Psychologie

Förderlinie: Anschubförderung
Fördermittel: 21.069,40 Euro
Laufzeit: 01.04.2018 – 30.09.2019

Ansprechpartner

Carolin Konrad
Lehrstuhl für Klinische Kinder- und Jugendpsychologie
Fakultät für Psychologie
Ruhr-Universität Bochum
Universitätsstr. 150
44801 Bochum

Tel.: 0234 3223128

E-Mail: carolin (dot) konrad (at) rub (dot) de