Humanitäre Reaktionen auf den Klimawandel. Eine organisationssoziologische Analyse humanitärer Organisationen

Der gegenwärtige Klimawandel hat kurzfristige und langfristige Auswirkungen auf lokale Existenzgrundlagen und kann das Risiko für Konflikte und humanitäre Krisen erhöhen. Auf die oft lebensbedrohlichen Auswirkungen zunehmender Naturkatastrophen müssen humanitäre Organisationen in ihrer Projektarbeit reagieren. Ihre Antworten auf diese neuen Herausforderungen werden in dem geplanten mehrjährigen Forschungsprojekt aus einer organisationssoziologischen Perspektive analysiert. Damit wird ein innovativer Forschungsansatz im Kontext des noch jungen Forschungsfeldes der Humanitarian Studies entwickelt. Gegenstand der Untersuchung sind internationale Organisationsentwicklungsprozesse humanitärer Organisationen im Bereich der Strategie-, Struktur- und Projektentwicklung im Zeitalter der globalen Erderwärmung. Im Fokus der Analyse stehen lokale, nationale und grenzüberschreitende Gelegenheitsstrukturen und ihr Einfluss auf organisationalen Wandel. Interviews mit Mitarbeitern der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung und von CARE International an verschiedenen Organisationsstandorten in Europa und Afrika sowie die Analyse der organisationalen Öffentlichkeitsarbeit und ihrer internen Dokumente bilden den methodischen Kern der Forschung. Die Anschubförderung dient der systematischen Erschließung des Feldes durch erste international vergleichende Untersuchungen zur Vorbereitung eines umfangreichen Projektantrags.

Antragssteller:

Ruhr-Universität Bochum: Dr. Kerstin Rosenow-Williams (Institut für Friedenssicherungsrecht und Humanitäres Völkerrecht (IFHV))

Förderlinie: Anschubförderung
Fördersumme: 25.919,00 Euro
Laufzeit: 15.11.2013 – 14.01.2013

Ansprechpartner:

Dr. Kerstin Rosenow-Williams
Ruhr-Universität Bochum
Universitätsstr. 150
44780 Bochum

Telefon: 0234/32-27387
kerstin.rosenow (at) rub(dot)de