Migration, Translokalität und Governance in Transitstädten anhand von Fallbeispielen in Ghana und Südafrika

Das geplante mehrjährige Forschungsprojekt untersucht anhand von Fallstudien in Ghana und Südafrika die Auswirkungen diversifierter Migrationsprozesse auf städtische Governance in afrikanischen Metropolen. Es fokussiert dabei Transitstädte als Orte, die aufgrund zunehmend temporärer Wanderungsformen und translokaler Lebensführung nicht nur Ziele, sondern auch Durchgangsorte von Migration sind. In vielen Fällen wird der Zugang armer, temporärer MigrantInnen auf städtische Opportunitätsstrukturen und Versorgungsleistungen primär über informelle, oft herkunftsbasierte Netzwerke gewährleistet, von Akteuren der formellen Stadtpolitik und -planung dagegen aus verschiedenen Gründen vernachlässigt. Im Rahmen des Forschungsprojektes soll am Beispiel ausgewählter Transitstädte zunächst die Problemlage der Governance von Durchgangsmigration aus Sicht der zentralen Akteure (Transmigranten, formelle und informelle Dienstleister, Stadtplaner) analysiert werden. Darauf aufbauend sollen Ansatzpunkte für eine „ermöglichende“ Governance von temporärer Migration und Translokalität identifiziert werden, u. a. über eine kritische Betrachtung des Territorialprinzips bisheriger städtischer Steuerung. Die Anschubförderung dient der systematischen Vertiefung zur Vorbereitung eines detaillierten Projektantrags.

Antragsteller

Technische Universität Dortmund: Dr. Eva Dick (Fakultät Raumplanung), Dr. Thorsten Heitkamp (Fakultät Raumplanung)

Förderlinie: Anschubförderung
Fördersumme: 24.900 Euro
Laufzeit: 23.05.2012 – 22.03.2013

Ansprechpartner

Dr. Eva Dick
Technische Universität Dortmund
Fakultät Raumplanung
FG Raumplanung in Entwicklungsländern (REL)
August-Schmidt-Str. 6
44227 Dortmund

Telefon: 0231-7552369
eva.dick (at) tu-dortmund(dot)de