Räumliche Modelle zur Analyse und Bewertung von Gesundheitsindikatoren am Beispiel der Trinkwasserbelastung perfluorierter Verbindungen

Die in bestimmten Regionen Nordrhein-Westfalens beobachtete Kontamination des Trinkwassers mit perfluorierten Verbindungen (PFAS: perfluoroalkyl and polyfluoroalkyl substances) hat zu einer regional unterschiedlich ausgeprägten inneren PFAS-Be­lastung der Bevölkerung geführt. Weil es Hinweise auf entwicklungstoxische Effekte perfluorierter Verbindungen gibt, werden im vorliegenden Kooperationsprojekt peri­natale Messgrößen (Geburtsgewichte, Schwangerschaftsdauern u.a.) auf Assozia­tionen mit der PFAS-Trinkwasserbelastung untersucht.Datenquellen stellen das umfangreiche Trinkwassermessprogramm des Landes­amtes für Umwelt, Naturschutz und Verbraucherschutz NRW (LANUV NRW) und die flächendeckend erhobenen geburtshilflichen Daten der Geschäftsstelle Qualitätssicherung NRW dar. Neben linearen Regressionsmodellen kommen räumliche Modelle (wie Markov-Random-Field oder Poisson-Gamma Modelle) zur Anwendung. Ein Schwerpunkt wird auf der Weiterentwicklung räumlicher Modelle der Bayesschen Statistik liegen mit dem Ziel, verschiedene räumliche Auflösungen der zugrundeliegenden Daten im Hinblick auf einen minimalen Informationsverlust ebenso zu berücksichtigen wie individuelle Confounder.

Antragsteller

Ruhr-Universität Bochum: Dr. Jürgen Hölzer (Abteilung für Hygiene, Sozial- und Umweltmedizin), Prof. Dr. Katja Ickstadt (Mathematische Statistik und biometrische Anwendungen)

Förderlinie: Anschubförderung
Fördermittel: 49.286,00
Laufzeit: 01.06.2015- 30.06.2016

Ansprechpartner

Dr. Jürgen HölzerRuhr-Universität BochumAbteilung für Hygiene, Sozial- und UmweltmedizinUniversitätsstr. 15044787 Bochum

Telefon: 0234 3226994
juergen.hoelzer(at)rub(dot)de