Stabilität von Produktionsprozessen am Beispiel metallischer Halbzeuge

Produktionsverfahren sind generell auf ein stabiles Prozessfenster angewiesen, um großtechnisch einsetzbar zu sein. Durch moderne Steuerungs- und Regelungsverfahren kann der Arbeitsbereich im stabilen Prozessfenster erweitert werden. Numerische Verfahren können helfen, die Grenzen dieses Fensters auszuloten bzw. Maßnahmen zu deren Erweiterung vorzuschlagen, wobei die vielfältigen Skalen und Mechanismen technischer Prozesse zuverlässig und vorhersagend beschrieben werden müssen. Am Beispiel metallischer Halbzeugproduktion soll die Texturentwicklung im Walzgut als selbstorganisierender Prozess beschrieben werden, der durch die Interaktion zwischen plastischen Verformungen induziert durch Versetzungen einerseits und die Änderung der beobachteten Mikrostruktur, Rekristallisation und Erholung andererseits entsteht. Das Ergebnis soll als Prototyp physikalisch basierter Werkstoffmodellierung in Verbindung metallurgischer Prozesstechnik für weitergehende Studien dienen, welche die gesamte Prozesskette abbilden. Damit werden Wege optimierter stabiler Prozessführung aufgezeigt.

Antragsteller

Ruhr-Universität Bochum: Prof. Dr. Ingo Steinbach (Interdisciplinary Centre for Advanced Materials Simulation – ICAMS);
Technische Universität Dortmund: Prof. Dr. Jörn Mosler (Fakultät Maschinenbau, Institut für Mechanik)

Förderlinie: Projektförderung
Fördersumme: 280.335,40 Euro
Laufzeit: 01.07.2012 – 30.06.2014

Ansprechpartner

Prof. Dr. Ingo Steinbach
Ruhr-Universität Bochum
Interdisciplinary Centre for Advanced Materials Simulation – ICAMS
Stiepeler Straße 129
44801 Bochum

Telefon: 0234-3229315
ingo.steinbach (at) rub(dot)de