Synthese definierter Biohybridpolymere als künstliche extrazelluläre Matrix für das kontrollierte Ausdifferenzieren neuraler Stammzellen

Das Ziel dieser Forschungskooperation ist es, die Eigenschaften und die Zusammensetzung neuartiger Biohybridmaterialien mit dem Verhalten neuraler Stammzellen, wie Adhäsionsverhalten, Proliferation und Differenzierung zu korrelieren. Damit wird es möglich sein, ein wesentlich besseres Verständnis darüber zu erlangen, wie solche Biomaterialien für zukünftige Therapieansätze aufgebaut werden müssen. Hierzu sollen Hydrogele auf der Basis von Polyacrylaten synthetisiert werden. Bioaktive Bestandteile der extrazellulären Matrix, d.h. des Fibronectins, des Laminins, des Kollagens I und IV und des Tanescins, sollen auf der Basis kurzer Peptidsequenzen entweder in Form entsprechender Monomere oder Polymer-analog in die Hydrogele eingeführt werden. Hierbei sollen insbesondere neueste Erkenntnisse aus Untersuchungen an zweidimensionalen Gelen (2D) berücksichtigt werden, wonach es synergistische Effekte zwischen unterschiedlichen Peptidsequenzen gibt bzw. diese Peptide unterschiedliche Stadien des zellulären Verhaltens beeinflussen können. 2D Hydrogele definierter Zusammensetzung werden bzgl. ihrer Biomechanik und ihres zellulären Verhaltens mit neuralen Stammzellen und entsprechenden Biomarkern charakterisiert. Anschließend ist eine Übertragung ausgewählter Ergebnisse auf dreidimensionale, poröse Matrixmaterialien geplant, die den strukturellen Charakteristika der natürlichen extrazellulären Matrix entsprechen.

Antragssteller

Technische Universität Dortmund: Prof. Dr. Ralf Weberskirch (Fakultät Chemie);
Ruhr-Universität Bochum: Prof. Dr. Andreas Faissner (Fakultät für Biologie und Biotechnologie)

Förderlinie: Projektförderung
Fördersumme: 197.568 Euro
Laufzeit: 01.09.2011 – 31.08.2013

Ansprechpartner

Prof. Dr. Ralf Weberskirch
Technische Universität Dortmund
Organische Chemie
Otto-Hahn-Str. 6
44227 Dortmund
Deutschland

Telefon: 0231-7553863
ralf.weberskirch (at) tu-dortmund(dot)de