Synthese von bimetallischen Photokatalysatoren mittels DNA-Templatbildung

Die Entwicklung neuartiger katalytischer Verfahren ist seit vielen Jahrzehnten im Fokus der chemischen Forschung, speziell im Hinblick auf Ressourceneffizienz und Nachhaltigkeit. In den letzten Jahren hat sich die bimetallische Photoredoxkatalyse zu einem vielsprechenden Forschungszweig entwickelt, da diese die direkte Umwandlung von Lichtenergie in chemische Energie ermöglicht.
So sind Photoredoxkatalysatoren z.B. für die lichtinduzierte Herstellung von Wasserstoff oder für die Herstellung wichtiger Pharma-Leitstrukturen, wie z.B. Biarylverbindungen, einsetzbar. Für die Konstitution eines bimetallischen Photoredoxkatalysators werden zwei molekulare Bestandteile benötigt, ein Photosensibilisator und ein Reaktionszentrum. Da die Entwicklung neuer Katalysatorsysteme oftmals einen zeit- und kostenintensiven Entwicklungsschritt darstellt, soll im Rahmen dieses Projektes ein neuartiges, DNA-basiertes Konzept zum Aufbau einer Katalysatorbibliothek etabliert werden. Dazu werden der Photosensibilisator und das Reaktionszentrum mit kurzen DNA-Strängen konjugiert. Durch anschließende DNA-Hybridisierung wird eine Verknüpfung der beiden Bestandteile und somit eine einfache Synthese verschiedener Katalysatoren in einem kombinatorischen Ansatz ermöglicht. Die so erhaltenen Photoredoxkatalysatoren werden auf Ihre katalytische Aktivität getestet, um auf diese Weise die besten Katalysatoren zu identifizieren.

Antragsteller

Universität Duisburg-Essen: Dr. Jochen Niemeyer, Institut für Organische Chemie

Technische Universität Dortmund: Dr. Andreas Brunschweiger, Chemische Biologie

Förderlinie: Anschubförderung
Fördermittel: 49.920,00 Euro
Laufzeit: 01.08.2016-31.07.2017

Ansprechpartner

Dr. Jochen Niemeyer
Universität Duisburg-Essen
Institut für Organische Chemie
Universitätsstrasse 7
45141 Essen

Telefon: 0201-183-3148

jochen.niemeyer (at) uni-due (dot) de