Untersuchungen der CEACAM1 Expression und Funktion bei der neonatalen Hirnentwicklung

Frühgeburtlichkeit ist die häufigste Ursache für Komplikationen bei Neugeborenen und stellt wegen der hohen Mortalität sowie des Risikos bleibender Schäden ein elementares Problem dar. Besondere Relevanz hat dabei die Störung der neurokognitiven Entwicklung mit großen persönlichen sowie sozio-ökonomischen Konsequenzen. Obwohl das Wissen um ursächliche Noxen in den letzten Jahren deutlich zugenommen hat, sind die zugrunde liegenden Pathomechanismen weiterhin großteils unklar. Eigene Vorarbeiten zeigen, dass CEACAM1, ein Zell-Adhäsions-Molekül, im sich entwickelnden Gehirn der Ratte in Oligodendrozyten exprimiert wird. Diese Expression hat einen spatiotemporalen Zusammenhang zur Myelinisierung. Zusätzlich konnten wir zeigen, dass in einem Modell der Inflammations- und Hyperoxie-induzierten Enzephalopathie des Frühgeborenen signifikante Veränderungen des CEACAM1-Expressionsmusters auftreten. Diese Ergebnisse deuten auf eine relevante Funktion von CEACAM1 in der Hirnentwicklung, insbesondere bei der Myelinisierung, hin. Ziel des vorliegenden Projektes ist, eine differenzierte Vorstellung der CEACAM1‐Funktion in der Hirnentwicklung einschließlich zugrunde liegender Mechanismen zu erhalten, sowie die Möglichkeiten einer therapeutischen Intervention zu untersuchen.

Antragsteller

Universität Duisburg-Essen: Priv.-Doz. Dr. Bernhard Bonaventura Singer (Universitätsklinikum Essen, Institut für Anatomie), Prof. Dr. med. Ursula Felderhoff-Müser, Dr. Sebastian Prager (Universitätsklinikum Essen Klinik für Kinderheilkunde 1)

Förderlinie: Anschubförderung
Fördersumme: 50.000,00 Euro
Laufzeit: 01.05.2013 – 30.04.2014

Ansprechpartner

Priv.-Doz. Dr. Bernhard Bonaventura Singer
Universität Duisburg-Essen
Universitätsklinikum Essen
Institut für Anatomie
Hufelandstr. 55
45122 Essen

Telefon: 0201-7234389
Bernhard.Singer (at) uk-essen(dot)de