Wechselkurse und Rohstoffpreise: Langfristige Zusammenhänge, wechselseitige Prognostizierbarkeit und Nichtlinearitäten

Mit dem Zusammenbruch des Bretton-Woods Systems im März 1973 verlor der Dollar seine Funktion als Leitwährung; die Wechselkurse zwischen den wichtigsten Währungen wurden freigegeben. Insbesondere Wechselkurse gegenüber dem Dollar weisen seitdem starke nominale und reale Schwankungen auf. Die Erklärung von Wechselkursentwicklungen, insbesondere von Volatilitäten, kämpft auch nach mehreren Jahrzehnten in der theoretischen und empirischen Modellierung mit verschiedenen Herausforderungen. Empirisch waren traditionelle Modelle, die versuchen Wechselkursentwicklungen mittels makroökonomischer Fundamentaldaten wie Preisniveau, Geldmenge oder der Höhe der Industrieproduktion zu erklären, nur bedingt erfolgreich. Das Kernproblem der Wechselkursprognose ist, dass Parameter- und Modellunsicherheit simultan auftreten: Selbst wenn ein Modell innerhalb einer Stichprobe gut funktioniert, kann es für Prognosen außerhalb dieses Zeitraums völlig ungeeignet sein. Vor diesem Hintergrund verknüpft das Forschungsvorhaben zwei bedeutende Forschungsfelder, um die Wechselkursmodellierung sowohl methodisch als auch inhaltlich zu erweitern: Zum einen die Untersuchung des Zusammenhangs sowie der wechselseitigen Prognostizierbarkeit zwischen Wechselkursentwicklungen und den ebenfalls äußerst volatilen Rohstoffmärkten, und zum anderen die Erforschung der Fragestellung, ob sich durch die simultane Berücksichtigung von Parameter- und Modellunsicherheit mithilfe von bayesianischer Schätzmethoden wie der Modell Mittelung die Prognoseleistung verbessern lässt.

Antragsteller

Universität Duisburg-Essen: Prof. Dr. Christoph Hanck (Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre)

Förderlinie: Anschubförderung
Fördersumme: 49.960,00
Laufzeit: 15.06.2014 – 14.05.2015

Ansprechpartner

Prof. Dr. Christoph Hanck
Universität Duisburg-Essen
Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre
Universitätsstraße 12
45117 Essen

Telefon: 0201-183-2263

christoph.hanck(at)vwl.uni-due(dot)de