3D-Untersuchung der Spermienmorphologie analysiert mittels der Digital Holografischen Mikroskopie

Fast 15% der Paare im reproduktionsfähigen Alter leiden unter Infertilität, dem Unvermögen Kinder zu zeugen. In 30-40% der Fälle liegt die Ursache auf der männlichen Seite. Wichtige Faktoren für die Zeugungsfähigkeit des Mannes sind die Morphologie und die Motilität der Spermien. Nur 24-29% der behandelten Paare haben bei der ersten In-Vitro-Fertilisation (IVF) oder intrazytoplasmatischen Spermieninjektion einen Therapieerfolg. Mit dem beantragten Projekt soll untersucht werden, ob es morphologische Parameter gibt, die dafürsprechen, dass Samenspenden potentiell für IVF-Methoden geeignet sind. Diese Parameter sollen durch erstmalige Kombination der dreidimensionalen Digital Holografischen Mikroskopie und der ShrinkWrap-3D-Morphologiemethode (Horstmann et al., 2018) identifiziert werden. Ziel dieser Verknüpfung ist es die Morphologie von Spermienköpfen in allen Dimensionen (X-, Y- und Z-Ebene) zu analysieren und potentielle Unterschiede zwischen Spermien von gesunden Probanden und Patienten mit Subfertilität zu erkennen. Im Anschluss soll untersucht werden, ob Unterschiede in der Morphologie der Spermien mit einer Motilitätsänderung einhergehen. Die Ergebnisse des beantragten Projekts sollen einen wichtigen Beitrag dazu leisten, die Methodik der Spermienselektion bei der assistierten Reproduktion zu verbessern.

Antragstellerin

Universitätsklinikum Essen: Dr. rer. nat. Linda Frintrop
Institut für Anatomie

Förderlinie: Anschubförderung
Fördermittel: 11.000,00 Euro
Laufzeit: 15.02.2020 – 14.02.2021

Ansprechpartnerin

Dr. rer. nat. Linda Frintrop
Universitätsklinikum Essen
Institut für Anatomie
Hufelandstraße 55
45147 Essen

E-Mail: linda.frintrop@uk-essen.de