Abschlussveranstaltung des MERCUR Science Policy Network

Abschlussveranstaltung des MERCUR Science Policy Network

Auf der Abschlussveranstaltung des MERCUR Science Policy Network (MSPN) am 21. November 2019 in Duisburg überlegten Museumsexperten, Geographen und Ökonomen gemeinsam mit den Mitgliedern des Netzwerkes, wie die Zukunft des Ruhrgebiets aussehen kann. Zur lebhaften Diskussion in der Damenschwimmhalle des Duisburger Binnenschifffahrtsmuseums war auch Fritz Eckenga eingeladen.

Am Nachmittag führte Dr. Bernhard Weber als Leiter des Binnenschifffahrtsmuseums die Gäste zunächst durch die Ausstellung. Auf diese Weise eingestimmt, nahmen alle Gäste Platz an Deck des Museumsschiffes „Hermann“, um sich zur Zukunft des Ruhrgebiets auszutauschen. Zu Beginn stellten die fünf Podiumsdiskutanten – Prof. Dr. Ulrich Borsdorf, Dr. Ghanem Degheili, Prof. Dr. Uta Hohn, Fritz Eckenga und Prof. Dr. Tobias Seidel – vor dem Hintergrund ihrer Profession ihren Blick auf das Ruhrgebiet vor. Ein zentrales Thema der Diskussion, die auch das Publikum mit einbezog, war die Frage, ob Olympia im Ruhrgebiet der dringend erforderlichen infrastrukturellen und politischen Vernetzung der Region nutzen könnte. Weitere Aspekte, die kontrovers diskutiert wurden, waren das noch immer verbreitete Kirchturmdenken der Ruhrgebiets-Kommunen und die These, dass Integration weniger über Arbeit und Arbeitsplätze, sondern vor allem über Bildung gelingen kann.

Am Ende der multiperspektivischen Diskussion stellten alle Beteiligten fest, dass man beim Blick auf das Ruhrgebiet der typischen Außenwahrnehmung gefolgt war: zuerst gerieten die problematischen Aspekte der Region in den Fokus und erst danach wurden die hohen Qualitäten der Region hervorgehoben. Fritz Eckenga brachte dies so auf den Punkt: „Das Ruhrgebiet ist nichts, wofür ich mich rechtfertigen will.“

Der Geschäftsführer von MERCUR, Dr. Gunter Friedrich, fasst das MSPN nach zwei Jahrgängen so zusammen: „Mit dem MSPN wollte MERCUR Wissenschaft, Verwaltung und Politik in einen Austausch bringen. Hier sind in den letzten zwei Jahren Netzwerke entstanden, die sicherlich über die Projektlaufzeit hinaus wirken werden.“

Weitere Informationen zum MERCUR Science Policy Network finden Sie hier.