Alternative Applikationsrouten für die Radioligandentherapie (RTL) von malignen Tumoren

Das metastasierte, kastrationsresistente Prostatakarzinom (mCRPC), das duktale Adenokarzinom des Pankreas (PDAC) sowie der fortgeschrittene neuroendokrine Tumor (NET) sind nur schwer behandelbar und zumeist tödlich. In den letzten Jahren erhielten bereits eine Vielzahl der mCRPCund NET-Patienten eine sogenannte Radioligandentherapie (RLT) und erste klinische Studien weisen die RLT als vielversprechende Behandlungsoption aus, die Lebensqualität und Überlebenszeit der Patienten deutlich verbessert bzw. verlängert. Eine zu geringe Strahlungsdosis im Tumor wird derzeit als einer der Hauptgründe für ein nicht-Ansprechen auf die RLT angesehen. Möglicherweise könnten alternative Applikationsrouten des 177Lu-Liganden den Therapieerfolg der RLT wesentlich beeinflussen. Vor diesem Hintergrund soll die derzeitig standardmäßig durchgeführte intravenöse Gabe mit einer intraperitonealen, subkutanen und oralen Verabreichung verglichen werden (68Ga-PSMA11 für mCRPC und PDAC; 68Ga-DOTATOC für NET) und die Verteilung und Anreicherung im Tumor mittels Positronenemissionstomographie (PET) in gesunden und Tumor-tragenden Mäusen verglichen werden. Ziel des Forschungsvorhabens ist es, das Standard-Therapieprotokoll zu optimieren. Folgeergebnisse könnten zu besseren Ansprechraten und Heilungschancen der Patienten mit bisher klinisch unheilbaren Krebserkrankungen führen.

Antragssteller*innen

Universitätsklinikum Essen: Priv.-Doz. Dr. med.  Wolfgang Fendler
Klinik für Nuklearmedizin

Universitätsklinikum Essen: Dr. rer. nat. Marija Trajkovic-Arsic
Abteilung für Translationale Onkologie solider Tumore

Förderlinie: Anschubförderung
Fördermittel: 29.969,71 Euro
Laufzeit: 01.10.2019 – 30.09.2020

Ansprechpartner

Priv.-Doz. Dr. med.  Wolfgang Fendler
Klinik für Nuklearmedizin
Universitätsklinikum Essen
Hufelandstraße 55
45147 Essen

E-Mail: Wolfgang.Fendler@uk-essen.de