Das MORC1 Gen – ein potentieller Marker für frühkindlichen Stress und Depression?

Die Depression ist eine psychiatrische Erkrankung von der mehr als 4% der Bevölkerung weltweit betroffen sind. Negative Erfahrungen in der Kindheit erhöhen das Risiko daran zu erkranken. Der genaue Zusammenhang und Anhaltspunkte, wann und ob eine Person nach frühkindlichem Stress eine Depression entwickelt, sind jedoch weitestgehend unklar. Aktuelle Studien deuten darauf hin, dass das MORC1 Gen eine große Rolle spielen könnte. Hier wurde ein Zusammenhang zwischen der Epigenetik des Gens, frühkindlichem Stress und Depression gezeigt. Im vorgeschlagenen Projekt wird nun ein Nagermodell für frühkindlichen Stress, die Trennung von der Mutter, eingesetzt um diesem Zusammenhang und weitere Konsequenzen genauer zu untersuchen. Unter kontrollierten Bedingungen werden die Folgen von negativer Kindheitserfahrung auf das MORC1 Gen im Gehirn untersucht und dann wieder in Zusammenhang mit depressions-ähnlichem Verhalten gesetzt. Ergebnisse dieser Studie werden erste Hinweise liefern, ob und welche Untersuchungen am MORC1 Gen Rückschlüsse auf ein Depressions-Risiko liefern könnten. Sie könnten längerfristig dazu dienen, Kinder nach frühkindlichem Stress gezielt zu untersuchen und gegebenenfalls präventiv einzugreifen.

Antragstellerin

Ruhr-Universität Bochum: Prof. Dr. Nadja Freund
Experimentelle und Molekulare Psychiatrie

Förderlinie: Anschubförderung
Fördermittel: 29.352,00 Euro
Laufzeit: 01.01.2020 – 30.06.2021

Ansprechpartnerin

Prof. Dr. Nadja Freund
Ruhr-Universität Bochum
Experimentelle und Molekulare Psychiatrie
Zentrum für klinische Forschung
Universitätsstraße 150
44801 Bochum

E-Mail: nadja.freund@rub.de