Gute Nachricht für die Wissenschaft an der Ruhr

Das Mercator Research Center Ruhr bewilligt erneut 1,3 Millionen Euro für gemeinsame Forschungsprojekte an den Universitäten Bochum, Duisburg-Essen und der Technischen Universität Dortmund

Essen, 28. November 2012. Um die Zusammenarbeit der drei Ruhr-Universitäten weiter zu stärken und herausragende Forschungsleistungen zu fördern, hat das Mercator Research Center Ruhr (MERCUR) 1,3 Millionen Euro für sechs neue Kooperationsprojekte bewilligt. Interdisziplinäre Teams forschen zu Themen, die von der visuellen Mehrsprachigkeit in der Metropole Ruhr, über die solare Wasserspaltung zur Gewinnung von Wasser- und Sauerstoff für die regenerative Energieversorgung bis hin zur Verbesserung der kardiovaskulären Diagnostik reichen. MERCUR hat damit in den letzten zwei Jahren bereits 86 Projekte mit einem Volumen von mehr als 10 Millionen Euro an den Ruhr-Universitäten gefördert.

„Das Ziel unserer Förderung ist es, in der Universitätsallianz Ruhr sehr gute Forschung zu fördern und so die Stärken der Region sichtbarer zu machen“, so Prof. Dr. Winfried Schulze, Direktor von MERCUR.

Die folgenden Forschungsvorhaben zeigen beispielhaft die Chancen der interdisziplinären Zusammenarbeit an den drei Universitäten des Ruhrgebiets.

Im Projekt „Metropolenzeichen: Visuelle Mehrsprachigkeit in der Metropole Ruhr“ untersuchen Wissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum und der Universität Duisburg-Essen, inwieweit die Sprachenvielfalt im Ruhrgebiet auch im öffentlichen Raum sichtbar ist, etwa auf Straßen-, Werbe-, Hinweis- oder Namensschildern. Eine Studie in Duisburg, Essen, Bochum und Dortmund soll Aufschluss darüber geben, ob die visuelle Mehrsprachigkeit gleichbedeutend mit einer Identität, Beheimatung und gesellschaftlicher Anerkennung der verschiedenen Kulturen ist.

Durch die komplementäre Expertise von drei beteiligten Arbeitsgruppen an den Universitäten Bochum und Duisburg-Essen lässt sich das Forschungsvorhaben „Entwicklung effektiver Photokatalysatoren für die Wasserspaltung“ realisieren. Im Zentrum steht die Wasserspaltung zur Gewinnung von Wasser- und Sauerstoff.  Eine direkte Erzeugung von H2 und O2 aus H2O durch eine photosynthetische Reaktion mit Hilfe des Sonnenlichts ist ein vielversprechender Ansatz für eine nachhaltige Solarwasserstoff-Technologie und damit für die zukünftige Energieversorgung von größter Bedeutung.

Mit dem Vorhaben „Strömungssimulation in cerebralen Aneurysmen und Messung mittels hoch aufgelöster MRT“ will ein Team aus Physikern, Informatikern und Pathologen an der Technischen Universität Dortmund und der Ruhr-Universität Bochum, das Strömungsverhalten des Blutes in Gefäßaneurysmen untersuchen, indem sowohl numerische Simulationen als auch hochaufgelöste MRT-Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt und miteinander verglichen werden. Ziel ist es, die kardiovaskuläre Diagnostik und Therapie zu verbessern.

Weitere Informationen zu den Projekten:

Mercator Research Center
Das Mercator Research Center Ruhr wurde Anfang März 2010 von der Stiftung Mercator gemeinsam mit der Universitätsallianz Ruhr gegründet. MERCUR will die strategische Kooperation der Ruhr-Universität Bochum, der Technischen Universität Dortmund und der Universität Duisburg-Essen stärken, die sich 2007 zur UA Ruhr zusammengeschlossen haben. Mit seinem Förderprogramm unterstützt das Center sowohl die Zusammenarbeit als auch den Ausbau verteilter Forschungsschwerpunkte innerhalb der drei Universitäten. Den dort tätigen Wissenschaftlern/innen bietet MERCUR neue Möglichkeiten zur Entwicklung von Forschungsprojekten, die die Attraktivität des Ruhrgebiets als Wissenschaftsstandort nachhaltig erhöhen. Das Center ist das bislang größte Projekt privater Wissenschaftsförderung im Ruhrgebiet.