Hochschullehrende und Lehrkräfte diskutieren über Textkompetenz von Studierenden

Hochschullehrende und Lehrkräfte diskutieren über Textkompetenz von Studierenden

Fachveranstaltung „Wissenschaftliche Textkompetenz fördern“ von RuhrFutur, MERCUR und dem Schreibzentrum der Ruhr-Universität Bochum

Dezember 2016. Rund 150 Hochschullehrende, Lehrerinnen und Lehrer weiterführender Schulen sowie Bildungspolitiker diskutieren heute an der Ruhr-Universität Bochum die Frage, wie sich die Schreib- und Lesekompetenzen von Studierenden verbessern lassen. Denn auch wenn das Verstehen und Verfassen wissenschaftlicher Texte zwar Grundvoraussetzung für ein erfolgreiches Studium ist, haben viele Studierende damit erhebliche Schwierigkeiten. Zu der Fachtagung eingeladen haben die Bildungsinitiative RuhrFutur, das Mercator Research Center Ruhr (MERCUR) und das Schreibzentrum der Ruhr-Universität Bochum

Schreiben gehört in jedem Studienfach zu den studienrelevanten Grundkompetenzen. Allein rund 80 Prozent der Prüfungsleistungen an deutschen Hochschulen werden schriftlich erbracht. Doch häufig fällt es Studierenden schwer, wissenschaftliche Texte zu verstehen und zu verfassen – selbst wenn ihre Erstsprache Deutsch ist. „Dass es Studienanfängerinnen und Studienanfängern schwer fällt, fachwissenschaftliche Texte zu lesen und vor allem selbst zu verfassen, ist normal. Umso wichtiger ist es deshalb, dass Studierende jenseits von Prüfungsleistungen Gelegenheiten haben, wissenschaftliches Schreiben sowohl fachübergreifend aber auch gerade in ihrem jeweiligen Fach zu üben“, ist Maike Wiethoff, Leiterin des Schreibzentrums der Ruhr-Universität Bochum, überzeugt.

Wie der Erwerb wissenschaftlicher Textkompetenz unterstützt werden kann und welche Rolle Schule und Hochschule dabei spielen können, darüber diskutieren heute in Bochum Hochschullehrende aus verschiedenen Fachbereichen, Lehrkräfte weiterführender Schulen, Entscheidungsträger aus den Verwaltungen und bildungspolitische Akteure. „Wir möchten mit der Tagung Hochschulen und weiterführende Schulen im Ruhrgebiet für das Thema sensibilisieren und näher zusammenbringen“, so Mark Becker, Programmleiter von RuhrFutur. „Denn wir haben festgestellt, dass Problembewusstsein und Erwartungshaltung, was das Thema Schreibkompetenz angeht, auf beiden Seiten zum Teil sehr unterschiedlich sind.“

So geht es bei der Fachtagung unter anderem um die Fragen, welche Textkompetenzen Schülerinnen und Schüler mitbringen, was Hochschullehrende von Lehrerinnen und Lehrern über die Vermittlung von Schreib- und Textkompetenzen lernen können und wie sich das Schreiben sinnvoll in der Lehre verankern lässt. Profitieren soll von den Erkenntnissen der Tagung auch die Wissenschaftsregion Ruhr. „Die Wissenschaftsregion Ruhr zeichnet sich durch ein vielfältiges Studienangebot aus“, erklärt Dr. Gunter Friedrich, Geschäftsführer von MERCUR. „Mit dieser Fachtagung leisten wir einen Beitrag dazu, die Lehre in der Metropole Ruhr zukünftig noch besser zu machen.“

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie unter https://textkompetenz.ruhrfutur.de/

Über RuhrFutur

RuhrFutur ist eine gemeinsame Bildungsinitiative der Stiftung Mercator, des Landes Nordrhein-Westfalen, der Städte Dortmund, Essen, Gelsenkirchen, Herten und Mülheim an der Ruhr sowie der Ruhr-Universität Bochum, der Fachhochschule Dortmund, der Technischen Universität Dortmund, der Universität Duisburg-Essen, der Westfälischen Hochschule und des Regionalverbands Ruhr (RVR). Ihr Ziel ist eine Verbesserung des Bildungssystems in der Metropole Ruhr, um allen Kindern und Jugendlichen im Ruhrgebiet Bildungszugang, Bildungsteilhabe und Bildungserfolg zu ermöglichen. RuhrFutur bindet bereits bestehende Bildungsinitiativen ein und vernetzt diese miteinander. So werden vor allem der Wissens- und Erfahrungstransfer zwischen den einzelnen Kommunen und den Hochschulen verbessert und daraus resultierende Erkenntnisse allgemein zugänglich gemacht.

Weitere Informationen unter http://www.ruhrfutur.de

Über MERCUR

Das Mercator Research Center Ruhr (MERCUR) fördert die Kooperation zwischen der Ruhr-Universität Bochum, der Technischen Universität Dortmund und der Universität Duisburg-Essen, die seit 2007 in der Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr) zusammenarbeiten. Das Center wurde Anfang März 2010 von der Stiftung Mercator gemeinsam mit der UA Ruhr gegründet. Mit seinen Programmlinien unterstützt MERCUR Wissenschaftler/innen, Institute und Fakultäten der drei Hochschulen dabei, sich universitätsübergreifend insbesondere in der Forschung, aber auch in der Lehre zu vernetzen. Dahinter steht die Überzeugung, dass die Wissenschaftsregion Ruhr durch eine Bündelung ihrer Kräfte im nationalen und internationalen Wettbewerb um die besten Ideen und Köpfe wesentlich an Schlagkraft gewinnen kann.

Weitere Informationen unter: https://www.mercur-research.de

Über das Schreibzentrum der Ruhr-Universität Bochum

Das Schreibzentrum der RUB, das 1997 als Leuchtturmprojekt unter der Leitung von Gabriela Ruhmann gegründet wurde, ist eine zentrale (schreib-)didaktische Institution. Die fachübergreifenden und fachspezifischen Veranstaltungen für Studierende, Forschende und Lehrende werden mit dem Ziel entwickelt und durchgeführt, das Schreiben und Schreiben Lernen an der Universität zu verbessern. Im Schreibzentrum arbeiten zurzeit sieben Mitarbeiter*innen und 10 Schreibpeertutor*innen.

Weitere Informationen unter www.sz.ruhr-uni-bochum.de

Bei Fragen sprechen Sie uns gerne an:

Daniel Laprell
Leitung Kommunikation
RuhrFutur
Tel. 0201/177878-12
daniel.laprell@ruhrfutur.de

Isabell Hilpert
Kommunikationsmanagerin
Mercator Research Center Ruhr
Tel.: 0201/616965-11
isabell.hilpert@mercur-research.de

Maike Wiethoff
Leiterin Schreibzentrum der Ruhr-Universität Bochum
Tel.: 0234/3225104
maike.wiethoff@rub.de