Protonierungseffekte: Ein relevantes Puzzlestück bei der molekularen Erkennung

Säure-Base-Reaktionen sind bei vielen Schritten der Enzymkatalyse beteiligt. Enzyme können als Wirkorte zur Heilung eines Krankheitsbildes dienen, so dass entsprechend bei der Suche nach neuen Wirkstoffen Säure-Base-Reaktionen eine wichtige Rolleeinnehmen können. Diese Säure-Base-Reaktionen nennt man auch Protonierungseffekte, die in diesem Projekt näher untersucht werden sollen. Mittels der Isothermalen Titrationskalorimetrie erfolgt die experimentelle Untersuchung am Protein Endothiapepsin, das aufgrund seiner Ähnlichkeit zu den krankheitsrelevanten Aspartylproteasen Renin und BACE für uns ein Modellsystem darstellt. Neben den Messungen im Labor werden wir auch Modellierungsstudien zur strukturellen Interpretation der Protonierungseffekte durchführen. Aus der Kombination von Labor- und Computer-Experimenten lassen sich im Anschluss allgemeine Prinzipien zur gezielten Einstellung der Protonierung herleiten. Hierüber lassen sich die optimalen Protonierungszustände derart passgenau einstellen, dass diese nutzbringend im Design neuartiger Wirkstoffe eingesetzt werden können.

Antragsteller

Technische Universität Dortmund: Prof. Dr. Paul Czodrowski
Fakultät Chemie & Chemische Biologie

Förderlinie: Anschubförderung
Fördermittel: 29.960,00 Euro
Laufzeit: 01.02.2020 – 31.01.2021

Ansprechpartner

Prof. Dr. Paul Czodrowski
Fakultät Chemie & Chemische Biologie
Otto-Hahn-Strasse 6
44227 Dortmund

E-Mail: paul.czodrowski@tu-dortmund.de