Schulische Integration neu zugewanderter Kinder: Eine ökologische Mehrebenen-Perspektive

Ziel des Projekts ist die Identifizierung von Determinanten der schulischen Integration geflüchteter und neu zugewanderter Kinder (GNZK). Da eine besondere Herausforderung in Regionen wie dem Ruhrgebiet die Eingliederung von Kindern mit Fluchterfahrungen sowie von ethnischen Minoritäten (z. B. Roma) aus (süd)osteuropäischen EU-Ländern darstellt, liegt auf beiden Gruppen ein besonderer Schwerpunkt. Aufgrund der Bedeutung der Grundschulzeit für erfolgreiche Bildungsverläufe konzentriert sich das Vorhaben auf diesen Abschnitt mit der Zielperspektive, resilienzfördernde Aspekte zur Befähigung zu einem erfolgreichen Übergang auf eine weiterführende Schule zu identifizieren. Die Schwerpunkte der geplanten Studie zu Kindern mit Flucht- und Migrationserfahrung und ihren besonderen Herausforderungen liegen A) auf der Untersuchung der Einflüsse familiärer sowie außerschulischer Kontexte der Kinder auf Bildungsteilhabe und -integration; B) auf der Qualität der sozialen Beziehungen, die diese Kinder zu Lehrkräften und Peers entwickeln und die damit verbundene Unterstützung, die sich positiv auf ihre Lernmotivation und Schulleistungen auswirken sollte; und C) auf multiple Bedingungsfaktoren von Übergängen auf Schulformen mit Abituroption unter Beachtung des Potentials, der Kompetenzen und Bildungsaspirationen. Zur Untersuchung dieser Fragen planen wir Erhebungen jeweils in der vierten Klasse. Das beantragte Projekt ist eine zentrale wissenschaftliche Grundlage für die Beantragung einer ortsverteilten DFG-Forschungsgruppe.

Antragsteller

Universität Duisburg-Essen: Prof. Dr. Philipp Jugert
Fakultät für Bildungswissenschaften
Institut für Psychologie

Förderlinie: Projektförderung
Fördermittel: 395.402,00 Euro
Laufzeit: 01.05.2019 – 31.10.2022

Ansprechpartner

Prof. Dr. Philipp Jugert
Universität Duisburg-Essen
Fakultät für Bildungswissenschaften
Institut für Psychologie
Universitätsstr. 2
45141 Essen

E-Mail: philipp.jugert@uni-due.de